Dienstag, 2. Februar 2016
Dubai - die Stadt der Superlative
Als ich an einem Samstag Abend kurz vor Mitternacht in Dubai am Hotel ankam, war ich sehr überrascht. Es fühlte sich mehr an inmitten einer Partymeile auszusteigen als vor einem gewöhnlichen Hotel. Dort waren sämtliche Fahrzeuge vorgefahren, deren Wert ich nur erahnen kann - laute Musik - sehr viele Leute in Feierstimmung - die Ladies in super knappen Outfits. Sehr ausgelassen für ein arabisches Land, in dem die Scharia gilt, finde ich.
Nachdem es für mich das erste Mal in Dubai war, habe ich mich vorab bei einer lieben Bekannten nach Tipps über die Stadt erkundigt.
Als erstes ging es für mich am nächsten Tag zum Spice Souq, dem Grand Souq Deira.
Dort wollte ich ein paar Gewürze wie z.B. Kumin kaufen. Recht schnell gelangte ich in eines der ersten Geschäfte - der Verkäufer sprach sogar Deutsch - er konnte alle Gewürznamen auf Deutsch und sagte dann noch "Backe, backe Kuchen. Safran macht den Kuchen gehl." Ich habe mich darüber köstlich amüsiert und dachte nichts Böses. Als ich meine paar Gewürze gewählt hatte, zahlte ich den genannten Betrag. Erst ein paar Sekunden später realisierte ich, dass ich einen horrenden Betrag gezahlt hatte. Ich reklamierte und da schon die nächsten Kauflustigen im Laden standen, bekam ich ein Drittel des Preises stillschweigend wieder in die Hand gedrückt. Glück gehabt!
Meiner Meinung nach muss man in arabischen Ländern am meisten herunterhandeln. Im nächsten Geschäft - immer noch auf dem Spice Souq - versuchte ich mein Glück erneut. Ich hatte es auf eine kleine orientalische Lampe abgesehen. Nachdem ich im ersten Laden meine Chance zu verhandeln nicht richtig nutzen konnte, dachte ich mir, dass ich nun richtig feilschen müsste.
Meine Feilsch-Taktik läuft meistens so ab:
1. Zuerst interessiert man sich für etwas anderes im Laden, das man sowieso nicht kaufen möchte.
2. Dann kommt man zufällig auf das Produkt das man kaufen möchte.
3. Wenn man die Verhandlung über den Preis beginnt, sich gut überlegen, was der Gegenstand einem Wert ist und davon noch mal 20% abziehen - mit diesem Preis einsteigen, auch wenn der Verkäufer den 10-fachen Preis davon genannt hat (sich nicht abschrecken lassen!).
4. Der Verkäufer wird etwas von "bester Qualität", die es nur in seinem Laden gibt erzählen und nach dem Motto "special price only for you my friend" von seinem viel zu hohen Preis ein wenig nach unten gehen.
5. Dann kann man von seinem eigenen genannten Preis ein wenig nach oben gehen und sagen, dass dies das letzte Angebot sei. Dieses Spiel kann man noch etwas weiterspielen, aber man sollte immer noch etwas Puffer zum Preis haben, den man schlussendlich maximal bereit ist zu bezahlen.
6. Wenn die Verhandlung nicht weiter geht, einfach sagen, dass es zu teuer ist und sich auf den Weg machen das Geschäft zu verlassen.
7. Nun kommt mein Lieblingsmoment beim Feilschen. Der Verkäufer wird einen viel tieferen Preis hinterherrufen und man kann nochmals auf tiefen Niveau weiterverhandeln. Man hat noch etwas Puffer zum Preis den man bereit ist maximal zu bezahlen und einigt sich dann auf einen fairen Preis für beide Seiten.
Wer noch mehr Feilschen möchte, kann weiter zum Gold Souq laufen. Ich fand es ganz schön dort durchzulaufen. Da ich mich aber nicht gut mit Schmuck auskenne, wollte ich dort nichts kaufen.
Ein weiterer Souq ist der Souq Al Bahar neben der Dubai Mall. Dieser ist vor allem innen sehr schön anzusehen. Auch wenn man nichts kaufen möchte, lohnt es ich dort einmal durchzulaufen.
Wer noch nicht genug geshoppt hat, geht in die Dubai Mall. Diese gehört zu den grössten Shoppingcentern der Welt und hat mehr als 1200 Geschäfte.
Ich war wirklich erstaunt - sämtliche Geschäfte, die ich irgendwo einmal in Europa oder sonstwo in der Welt gesehen hatte, haben auch in dieser Mail eine Filiale.
In der Dubai Mall befindet sich auch das Dubai Aquarium. Wer nicht den Eintrittspreis bezahlen möchte, kann trotzdem auf dem unteren Stockwerk der Mall einen Blick auf die Meereswelt erhaschen.
Ab 18 Uhr findet neben dem Shoppingcenter jede halbe Stunde ein Wasser-Musik-Spektakel statt: die Dubai-Fountain. Mit Blick auf den Burj Khalifa kann man einige Minuten lang die Springbrunnenshow geniessen.
LA
Montag, 1. Februar 2016
Muscat im Winter
Im Januar lohnt es sich besonders die Stadt Muscat ein wenig zu erkunden, da die Temperaturen in diesem Monat dort am tiefsten sind. Bei durchschnittlich maximal 25 Grad im Januar ist ein Sightseeing-Trip deutlich angenehmer als in den Sommermonaten bei ca. 40 Grad.
Am einfachsten ist es sich einen Taxifahrer für mehrere Stunden zu nehmen und selbstverständlich vorab einen guten Preis zu verhandeln.
Los geht die Tour durch Muscat:
Das Wahrzeichen von Muscat ist der "grosse Weihrauchbrenner". Diesen kann man auch auf den Souqs als Miniatur erstehen. -selbstverständlich auch mit Weihrauch.
Besonders eindrücklich ist der Blick auf das alte Zentrum von Omans Hauptstadt.
In der Altstadt befinden sich u.a. Regierungsgebäude, der Sultanspalast und zwei Forts aus der portugiesischen Herrschaft.
Man fährt durch einige Gates um von dort aus in das neue Muscat zu gelangen.
Dort kann man wunderbar auf der Promenade am Wasser entlang flanieren und bekommt dabei einen wunderschönen Blick auf die Moschee.
Für Shoppingbegeisterte ist der Mutrah Souq ein wahres Eldorado für allerlei orientalischen Schnickschnack.
Danach findet man an der Qurum Beach Road etwas Erholung - am besten zum Sonnenuntergang.
LA
Am einfachsten ist es sich einen Taxifahrer für mehrere Stunden zu nehmen und selbstverständlich vorab einen guten Preis zu verhandeln.
Los geht die Tour durch Muscat:
Das Wahrzeichen von Muscat ist der "grosse Weihrauchbrenner". Diesen kann man auch auf den Souqs als Miniatur erstehen. -selbstverständlich auch mit Weihrauch.
Besonders eindrücklich ist der Blick auf das alte Zentrum von Omans Hauptstadt.
In der Altstadt befinden sich u.a. Regierungsgebäude, der Sultanspalast und zwei Forts aus der portugiesischen Herrschaft.
Man fährt durch einige Gates um von dort aus in das neue Muscat zu gelangen.
Dort kann man wunderbar auf der Promenade am Wasser entlang flanieren und bekommt dabei einen wunderschönen Blick auf die Moschee.
Für Shoppingbegeisterte ist der Mutrah Souq ein wahres Eldorado für allerlei orientalischen Schnickschnack.
Danach findet man an der Qurum Beach Road etwas Erholung - am besten zum Sonnenuntergang.
LA
Montag, 25. Januar 2016
New York - Snowzilla
Als ich letzten Freitag Morgen meinen Koffer für meinen New York Trip packen musste, entschied ich mich ausnahmsweise dafür ein paar zusätzliche Kleidungstücke mitzunehmen. Für Samstag waren Schneestürme an der Ostküste angesagt. Ich hoffte, dass es sich dann wie mit dem "Regenschirmeffekt" verhalten würde und ich die Klamotten dann doch nicht benötigen würde.
Noch am Freitag Nachmittag kam ich in New York an - die Ruhe vor dem Sturm. Mittlerweile war mein Rückflug für Samstag Abend bereits annulliert. Es war recht windig und kalt. Ich nahm mir vor, alle wichtigen Erledigungen noch an diesem Tag abzuhaken, weil man nicht genau wusste, was das Wochenende in New York wettertechnisch noch mit sich bringen würde.
Am Samstag Morgen war der Blizzard bereits voll im Gange. Ich dachte, ein kleiner Spaziergang wäre eine gute Idee. An manchen Strassenecken in Manhattan windete es so sehr, dass man kaum noch vorwärts kam.
Die Schneegraupel prallten ins Gesicht. Als kleine Schutzmassnahme hatte ich meinen Regenschirm dabei, um mich weiter durchkämpfen zu können. Selbstverständlich knickte der Schirm des Öfteren nach aussen um.
Ich lief vom Central Park, über den Times Square bis ans Flat Iron, wo ich dann feststellen musste, dass eines meiner Lieblingsgeschäfte auf Grund des Wetters erst gar nicht geöffnet hatte.
Durchgefroren gönnte ich mir einen kleinen Boxenstopp bei La Pecora Bianca - ein wunderschönes italienisches Restaurant, das auch zum Brunchen sehr zu empfehlen ist.
Danach lief ich an der 5th Avenue wieder Richtung Norden zum Hotel zurück. Es schneite und stürmte durchgehend. Die Räumfahrzeuge waren dauerhaft im Einsatz und machten es den Fussgängern nicht gerade leicht die Strassen zu überqueren, da man bei jedem Fussgängerüberweg auf jeder Strassenseite durch ca. 50 cm hohe "Schneeberge" steigen musste. Die Folge war, dass meine doch recht massiven Winterschuhe auch irgendwann innen nass wurden.
Im Hotel angekommen, erfuhr ich, dass die Subway ab 14.30 Uhr ihre Dienste einstellten würde. Ab 16.00 Uhr war es nur noch Einsatzfahrzeugen erlaubt die Strassen zu befahren. Das hatte zur Folge, dass alle Geschäfte und Restaurants schliessen mussten, um zu gewährleisten, dass die Angestellten noch nach Hause kommen bevor es zum Shut Down kam. Glücklicherweise hatte das Restaurant in meinem Hotel den ganzen Abend trotzdem geöffnet. Ich hatte es nämlich verpasst mich mit Notfallkräckern und -wasser aus dem Supermarkt zu versorgen.
Am Sonntag Morgen strahlte die Sonne von einem super klaren, blauen Himmel als wäre nichts gewesen. Nur die Schneemassen erinnerten an den Vortag.
Der Central Park hatte sich innerhalb von 24h in ein Winterwunderland verwandelt.
Ab 7 Uhr durften wieder alle Fahrzeuge die Strassen benutzen und auch die Subway war wieder in Betrieb. Viele Geschäfte und Restaurants blieben noch geschlossen.
Ein Restaurant, das glücklicherweise offen hatte, war das Jams Restaurant. Es ist vielleicht nicht gerade günstig, aber dafür sind die Produkte organic, saisonal und aus der Region. Die verschiedenen Gerichte sind recht kreativ zusammengestellt und wirklich empfehlenswert.
Am Sonntag Abend ging es tatsächlich für mich wieder nach Hause - auch wenn in JFK noch nicht wieder alles reibungslos lief.
Snowzilla oder Jonas war für New York seit Aufzeichnungen der zweitstärkste Blizzard. In New York hatte es innerhalb von 24h teilweise 50-60cm geschneit gehabt.
Mich persönlich hat am meisten beeindruckt, dass eine Stadt wie New York - die quasi nie schläft - durch die Naturgewalten bis zum kompletten Stillstand kommt.
LA
Noch am Freitag Nachmittag kam ich in New York an - die Ruhe vor dem Sturm. Mittlerweile war mein Rückflug für Samstag Abend bereits annulliert. Es war recht windig und kalt. Ich nahm mir vor, alle wichtigen Erledigungen noch an diesem Tag abzuhaken, weil man nicht genau wusste, was das Wochenende in New York wettertechnisch noch mit sich bringen würde.
Am Samstag Morgen war der Blizzard bereits voll im Gange. Ich dachte, ein kleiner Spaziergang wäre eine gute Idee. An manchen Strassenecken in Manhattan windete es so sehr, dass man kaum noch vorwärts kam.
Die Schneegraupel prallten ins Gesicht. Als kleine Schutzmassnahme hatte ich meinen Regenschirm dabei, um mich weiter durchkämpfen zu können. Selbstverständlich knickte der Schirm des Öfteren nach aussen um.
Ich lief vom Central Park, über den Times Square bis ans Flat Iron, wo ich dann feststellen musste, dass eines meiner Lieblingsgeschäfte auf Grund des Wetters erst gar nicht geöffnet hatte.
Durchgefroren gönnte ich mir einen kleinen Boxenstopp bei La Pecora Bianca - ein wunderschönes italienisches Restaurant, das auch zum Brunchen sehr zu empfehlen ist.
Danach lief ich an der 5th Avenue wieder Richtung Norden zum Hotel zurück. Es schneite und stürmte durchgehend. Die Räumfahrzeuge waren dauerhaft im Einsatz und machten es den Fussgängern nicht gerade leicht die Strassen zu überqueren, da man bei jedem Fussgängerüberweg auf jeder Strassenseite durch ca. 50 cm hohe "Schneeberge" steigen musste. Die Folge war, dass meine doch recht massiven Winterschuhe auch irgendwann innen nass wurden.
Im Hotel angekommen, erfuhr ich, dass die Subway ab 14.30 Uhr ihre Dienste einstellten würde. Ab 16.00 Uhr war es nur noch Einsatzfahrzeugen erlaubt die Strassen zu befahren. Das hatte zur Folge, dass alle Geschäfte und Restaurants schliessen mussten, um zu gewährleisten, dass die Angestellten noch nach Hause kommen bevor es zum Shut Down kam. Glücklicherweise hatte das Restaurant in meinem Hotel den ganzen Abend trotzdem geöffnet. Ich hatte es nämlich verpasst mich mit Notfallkräckern und -wasser aus dem Supermarkt zu versorgen.
Am Sonntag Morgen strahlte die Sonne von einem super klaren, blauen Himmel als wäre nichts gewesen. Nur die Schneemassen erinnerten an den Vortag.
Der Central Park hatte sich innerhalb von 24h in ein Winterwunderland verwandelt.
Ab 7 Uhr durften wieder alle Fahrzeuge die Strassen benutzen und auch die Subway war wieder in Betrieb. Viele Geschäfte und Restaurants blieben noch geschlossen.
Ein Restaurant, das glücklicherweise offen hatte, war das Jams Restaurant. Es ist vielleicht nicht gerade günstig, aber dafür sind die Produkte organic, saisonal und aus der Region. Die verschiedenen Gerichte sind recht kreativ zusammengestellt und wirklich empfehlenswert.
Am Sonntag Abend ging es tatsächlich für mich wieder nach Hause - auch wenn in JFK noch nicht wieder alles reibungslos lief.
Snowzilla oder Jonas war für New York seit Aufzeichnungen der zweitstärkste Blizzard. In New York hatte es innerhalb von 24h teilweise 50-60cm geschneit gehabt.
Mich persönlich hat am meisten beeindruckt, dass eine Stadt wie New York - die quasi nie schläft - durch die Naturgewalten bis zum kompletten Stillstand kommt.
LA
Sonntag, 17. Januar 2016
San Francisco im Januar
Anfang Januar ist die Stadt teilweise noch weihnachtlich dekoriert und man merkt schon, dass das Chinesische Neujahr naht. Die Herkunft eines Drittels der Bevölkerung von San Franciscos ist asiatisch. Dadurch wird chinesischen Festtagen in dieser Stadt ein besonderer Wert beigemessen.
Mich persönlich stimmt dort die grosse Zahl an Obdachlosen sehr nachdenklich. Vermutlich ziehen das relativ milde Klima und die Obdachlosen-Unterstütungsgesetze San Franciscos die Menschen an, gerade in dieser Stadt auf der Strasse zu leben.
San Francisco hat ein wunderbares Flair und bietet Touristen sehr viele Attraktionen an. Auf diese möchte ich gerne an anderer Stelle eingehen.
Hier ein paar wunderbare Orte in San Francisco abseits von den typischen Besucherpfaden:
- Den besten Burger der Stadt gibt es im Pearls Deluxe. Hier hat man die Qual der Wahl zwischen ganz unterschiedlichen Burgern.
- Für nachhaltiges Einkaufen empfehle ich das Ferry Building. Im Gebäude befindet sich eine Vielzahl an wunderbaren Geschäften für Bio-Nahrungsmittel, Keramik, Küchenzubehör und sonstige Dinge für den Haushalt. Am Dienstag, Donnerstag und Samstag findet man vor dem Gebäude den Farmers Market.
- Meiner Meinung nach ist die beste Bäckerei der Stadt Mr Holmes Bakehouse. Unter der Woche muss man hier nicht so lange in der Schlange anstehen, wie am Wochenende (da geht die Schlange wohl länger als einen Block). Am bekanntesten ist die Bäckerei für ihre Croffins, eine Mischung aus Croissant und Muffin mit einer cremigen Füllung, die von Tag zu Tag variiert. Pro Person kann man nur 2 Croffins kaufen - diese sind meist als Erstes ausverkauft. Die Croffins sind sehr fluffig und ein wahrer Traum für jedes Schleckermaul.
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| Croffins ganz unten im Bild - an diesem Tag mit Matchafüllung |
Mehr San Francisco:
http://www.laworldwide.blogspot.ch/2016/02/san-francisco-valencia-street.html
LA
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